18. 08. 2011, 23.54 Uhr

Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten.

Dank technischer Neuerungen wird alles besser (wie immer), der Faulheit des Autors wegen aber ändern sich Adressen: Das Blog wird auf http://lemtank.de/Blog weitergeführt (wo es auch weitere Offenbarungen zum Umzug gibt), das RSS-Abo hier, das Atom-Abo hier. Wenn alles gut geht.

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17. 12. 2010, 13.20 Uhr

Philosophische Weihnachtsaktion

An alle Philosophen: Widerlegt Daniel Dennett!

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12. 12. 2010, 22.05 Uhr

Notizen zu Diderots „Paradox über den Schauspieler“

Die folgenden Gedanken habe ich direkt im Lektürenabschlußanschluß in einem Wusch niedergeschrieben, ohne lange Grübelei oder Beachtung von Sekundärliteratur, und zuallererst als persönliche Gedächtnisstütze. Man möge mich daher nicht daran messen. Nichtsdestoweniger findet vielleicht jemand Gefallen oder gar Nutzen an dem Folgenden.

Dieser Beitrag Diderots zur Schauspieltheorie ist eine wunderbar zu lesende Fürsprache des äußerlichen, kontrollierten, nachahmenden Spiels. Geniales Schauspiel entstehe nicht, indem eine Schauspielerin sich mit ihrer jeweiligen Rolle identifiziere und echtes Gefühl äußere, denn dann könne sie erstens nur sich selbst oder zumindest eine sehr begrenzte Sparte von Rollen und Situationen spielen und dies zweitens nicht einmal bühnenwirksam; vielmehr müsse sie, wie ein genialer Dichter oder jedes andere Genie auch, mit kühler Distanz entscheiden und vollführen, welche Handlungsweise auch immer ihr die angemessenste erscheine. Dies stelle nebenbei die Reproduzierbarkeit des Spiels sicher, die bei gefühlvollem Schauspiel nicht gegeben sei.

Gedanken hierzu:

– Nachahmen ist weniger leicht und Nachfühlen weniger schwierig als Diderot voraussetzt: Durch systematisches In-sich-Gehen und Übungen zum Heraufbeschwören von Stimmungen können Schauspieleriche und Schauspielerinnen sehr wohl Charaktere innerlich spielen, die von den eigenen beträchtlich abweichen. Kontrollierte Nachahmung andererseits so zu vervollkommnen, daß auch kleinste, gewöhnlicherweise unbewußte Gesichtszuckungen, kaum bewußt merkliche Schwankungen der Stimme und dergleichen Dinge der gespielten Rolle und Situation angemessen sind, halte ich für unmöglich.

– Es gibt nicht nur rein innerliches/nachfühlendes und rein äußerliches/nachahmendes Spiel, sondern unzählige Mischformen. Genauer gesagt ist immer und jederzeit die Frage, was noch kontrolliert wird und was irgendeiner Form der Spontaneität (als ob es nur eine gäbe…) überlassen wird.

– Auch ist innerliches Spiel keineswegs unvereinbar mit Bühnenwirksamkeit, wie der „Zweite“ des Dialogs andeutet, aber nicht auszuführen in der Lage ist:

„ZWEITER. Ich denke daran, Ihnen einen Vergleich vorzuschlagen: dem natürlichen Gefühl des Schauspielers jene seltenen Momente zuzusprechen, da er seine Überlegung verliert, das Theater nicht mehr sieht, da er vergißt, daß er auf der Bühne steht, sich selbst vergißt, da er in Argos, in Mykene ist, da er die Person wird, die er spielt. Er weint.
ERSTER. Im Versmaß?
ZWEITER. Im Versmaß. Er schreit.
ERSTER. Richtig?
ZWEITER. Richtig.
[…]
ERSTER. […] Aber sagen Sie mir, hört das Theater in diesem Augenblick nicht auf, ein Vergnügen zu sein, und wird eine Qual für Sie?
ZWEITER. O nein!
ERSTER. Und ist das erfundene Leiden nicht eindrucksvoller als der häusliche reale Anblick einer trauernden Familie am Sterbebett eines geliebten Vaters oder einer angebeteten Mutter?
ZWEITER. O nein!“ (S. 57 f.)

– Diderot scheint mir einen bewußt sehr engen Begriff davon zu haben, was Theater ist und sein soll (wohingegen ich Theater als die Philosophie unter den Künsten sehe: Es darf alles behandelt werden, was die anderen auslassen, mindestens). Ganz ungeniert sagt der „Erste“ nämlich: „[…] es gibt Grenzen, in denen man sich halten muß. — Und wer hat diese Grenzen gesetzt? Der gesunde Menschenverstand, der nicht will, daß ein Talent das andere beeinträchtigt. Manchmal muß sich der Schauspieler dem Dichter aufopfern. — Aber wenn es ihm das Werk des Dichters erlaubte? Dann hätten Sie eine durchaus andere Art der Tragödie, als wir haben. — Und was schadete das? — Ich weiß nicht, was Sie dabei gewinnen wollten, aber ich weiß sehr genau, was wir dabei verlieren würden.“ (S. 64)

Andererseits: „ERSTER. Wenn man auf Grund einer langen Theaterpraxis in der Gesellschaft den theatralischen Pomp beibehält […], wissen Sie, was man da tut? Man verbindet mit einer kleinen oder großen Seele, je nach dem genauen Maß, das ihr die Natur gegeben hat, die äußeren Zeichen einer übersteigerten und riesenhaften Seele, die man nicht hat: und daraus entsteht das Lächerliche. […] ZWEITER. Ich glaube […], das Abbild wirklicher Größe kann niemals lächerlich sein. ERSTER. Was folgt daraus? ZWEITER. […] Es bedeutet, daß die wahre Tragödie noch gefunden werden muß und daß die Alten mit all ihren Fehlern ihr vielleicht näher waren als wir.“ (S. 49 f.)

Ein paar Schnipsel noch, die ich nicht vergessen will:

„Dem genialen Dichter, der die wundervolle Wahrheit der Natur erreichte, erhöbe sich ein ganzer Schwarm idiotischer Nachahmer. Bei Strafe, blöd, langweilig, widerwärtig zu sein, ist es verboten, auch nur eine Linie unter die Einfachheit der Natur zu geraten.“ (S. 65)

„Und wann, glauben Sie, daß die Truppe zu spielen anfängt, sich zu verstehen und sich dem Grad der Vollendung zu nähern beginnt, den er [ein gewisser neapolitanischer Dichter] fordert?
Wenn die Schauspieler erschöpft sind von den vielen Proben, wir würden sagen: abgestumpft. Von diesem Augenblick an sind die Fortschritte überraschend, jeder identifiziert sich mit seiner Rolle, und nach dieser mühsamen Vorbereitung beginnen die Vorstellungen und werden sechs Monate hindurch weitergeführt, und der Herrscher und seine Untertanen genießen das größte Vergnügen, das man durch die theatralische Illusion empfangen kann. Die theatralische Illusion ist bei der letzten Vorstellung ebenso stark und vollendet wie bei der ersten. Glauben Sie nunn, daß sie die Folge des Gefühls ist?“ (S. 54)

(Die Seitenzahlen folgen der Insel-Ausgabe von von 1964. Übersetzung durch Katharina Scheinfuß.)

Den Volltext gibt es übrigens bei Wikisource und bei Google Books


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12. 12. 2010, 21.29 Uhr

unfunktional

Funktional betrachtet fehlt Funktionalisten dasjenige, was in philosophischen Disputen das Anerkennen des Körper-Geist-Problems verursacht. Daraus folgt: Funktionalisten sind Zombies.

Physisch betrachtet fehlt den Gehirnen von Funktionalisten jedoch nichts, jedenfalls nach letztem Forschungsstand. Damit wäre dann auch endlich die Immaterialität der Seele bewiesen.

Da schaut ihr, was?

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10. 10. 2010, 23.27 Uhr

Von der Faulheit

Artikelideen (dutzende!) verblassen auf Notizzetteln, statt hier zu erblähen, die Kommentarfunktion (mühevoll eingebaut!) hat längst vergessen, daß sie mal getestet werden wollte, und jetzt ist auch noch meine Eigenbrötlerfassung der deutschen Nanoblogger-Übersetzung (mochte ich sowieso nicht!) verschwunden. Es wäre wohl angemessen, dem Club der erfolglosen Blogger beizutreten. Aber nein, dazu bin ich zu faul.

Doch he! es gibt mich noch!

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10. 10. 2010, 21.49 Uhr

Versprecher – die Würste der Theaterproben

Stick die Schecke in die Stucke.
Schleck die Schöcke in die Schlacke.
Schmeck die Tücke in die Schlicke.
Steck die Schriebe in die Krücke.
Schick die Schnecke in die Kacke.

All das sollte man auf der Bühne nicht sagen, wenn „Schieb die Stöcke in die Stricke“ gerade der richtige Text ist.

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24. 03. 2009, 15.16 Uhr

lemtank.de zieht um.

Dieser Blog und alle anderen Inhalte des Lemtanks werden demnächst nur noch unter „lemtank.de“ und zugehörigen Subdomänen erreichbar sein, nicht mehr unter der uni-heidelberg-Adresse, auf die zurzeit noch weitergeleitet wird.

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05. 03. 2009, 15.16 Uhr

Das leere Versprechen vom vollen Klang

Dies ist ein Bericht über meine Erfahrungen mit dem Audiospieler iAudio 6 von Cowon, dessen mangelnde Eignung zum Abspielen von FLAC-Dateien, sowie Cowons nicht weniger mangelhafte Reaktion auf meine diesbezügliche Beschwerde.

Die Geräte der iAudio-Reihe will Cowon als iPod-Alternativen für anspruchsvolle und eingebildet anspruchsvolle Anwender, d. h. Audiophile verstanden wissen. Und tatsächlich glänzen sie nicht nur mit dem initialen kleinen i im Namen, sondern auch mit guter Klangqualität, vielen Optionen zur Feineinstellung des Klangs und der Unterstützung einiger eher abseitiger Dateiformate. Jedenfalls auf dem Papier.

Zumindest der iAudio 6 jedoch hält dieses Versprechen nicht. Wie ich und noch einige andere Nutzer in den letzten zwei Jahren enttäuscht bemerkten, ist dessen Firmware hinter den neueren Entwicklungen der Implementierung des FLAC-Codecs zurückgeblieben und so zur Wiedergabe von Dateien dieses Typs völlig unbrauchbar geworden. Auf meine Anfrage an den zentralen Kundendienst von Cowon erhielt ich die freundliche Antwort, der Defekt könne von den Entwicklern nicht bestätigt werden. Das halte ich für schwer zu glauben oder zumindest sehr eigentümlich, zumal mir die deutsche Außenstelle der Firma die Fehlfunktion ohne Weiteres bestätigte.

Aus der folgenden Kopie des Schriftverkehrs zwischen mir und und dem Kundendienst (bereinigt nur um die Namen der Sachbearbeiter und einige Dopplungen) scheint hervorzugehen, daß Cowon keinerlei Anstalten macht, verbesserte Firmware für den iAudio 6 herauszugeben oder auch nur die Produktbeschreibung und -werbung dahingehend anzupassen, daß FLAC-Dateien nicht abgespielt werden können. Das ist, wie ich finde, eine Unverschämtheit.


Posted On: 05 Apr 2008 01:38 PM
Dear Sir or Madam,

some of my FLAC audio files can not be played by my iAudio 6 (firmware 1.27), it crashes inpredictably in one of several ways:
- black screen, loud hissing from the phones, can be turned off and restarted
- black screen, no sound, can be turned off and restarted
- green stripes on the screen, no sound, can be turned off and restarted
- spontaneous reboot

If that can be helpful, I can send you an example file which makes the device crash.

What do you think? Thank you for your advice.

Carlos Franke


Posted On: 06 Apr 2008 03:53 AM
Dear Sir or Madam,

the problem I reported yesterday seems to have something to do with the newer versions of the flac encoder. Other users are experiencing the same trouble, as you can read here:
http://iaudiophile.net/forums/showthread.php?t=15100

Is an improved version of the iAudio 6 firmware going to be released soon? (That is what I expect, since the iAudio 6 officially supports FLAC without restrictions.) Or do I have to re-encode all my music with an older version of flac? (That would be really annoying.)

Yours Sincerely

Carlos Franke


Posted On: 07 Apr 2008 11:00 AM
At this point we have not heard any word on another version of the i6 firmware. Although the development team is constantly working on newer versions so you would just need to be on the lookout for one.


Posted On: 07 Apr 2008 12:09 PM
Hi, [Name].

Could you please contact the development team and tell them about this issue? It seems to me, that the non-ability of the player to play files of an officially supported format is a major bug, so I would expect COWON to release an improved firmware version as soon as possible.

Thank you for your efforts.


Posted On: 07 Apr 2008 12:59 PM
Okay we will try and relay that to them.


Posted On: 07 Apr 2008 04:56 PM
Please first of all try updating the firmware version on your player by going to this link, http://www.cowonamerica.com/download/iaudio_6_jsfw.html.


Posted On: 08 Apr 2008 03:41 PM
Okay then, I reinstalled the firmware (version 1.27) and formated the device using a windows computer. No improvement, I still only get a hissing when I try to play my FLAC files.

I am looking forward to an improved firmware version with all ensured capabilities. If that is helpful, I can send you some of my FLAC files.

Please keep me informed.

Carlos Franke


Posted On: 09 Apr 2008 04:36 PM
Okay in that case there are some things we need to clear up first. Are you sure this sound only occurs with the FLAC files and not the original files. Also what about when you play these files on your computer listening to them with headphones?


Posted On: 09 Apr 2008 04:57 PM
1. Yes, I am sure. After ripping one of the problematic songs from CD again, the iAudio has no problems to play the unencoded .wav-file.

2. On my computer I can play those problematic flac-files without any difficulties, even when I use the original iAudio headphones (the same I use with my iAudio 6).


Posted On: 10 Apr 2008 04:26 PM
Could you please try to email us with a small sample flac file. Please make sure it is small enough to be able to send through email. The email address you should send the file to is support@cowonamerica.com, and to warn you it will most likely give you a message saying that the email cannot be sent to that address, however we will receive it even if it says that so do not worry about that. In the email if you could also include this ticket id.


Posted On: 13 Apr 2008 12:56 PM
I sent a sample file called temp.flac to support@cowonamerica.com. The email's subject is "sample file (online support ticket HRS-581982)".

Please let me know when there is any new development.


Posted On: 14 Apr 2008 04:36 PM
Okay


Posted On: 01 May 2008 03:28 AM
Any news? Any progress?


Posted On: 01 May 2008 04:44 PM
Okay according to our technician he has been checking his mailbox and he hasnt received anything from your address for some reason. Could you please try sending that same file to techsupport@cowonamerica.com.


Posted On: 01 May 2008 04:54 PM
Okay, I forwarded my last mail to techsupport@cowonamerica.com. (Last time I sent it to support@cowonamerica.com.)

In case that the mail transfer fails, you can find the sample flac file also on my website: http://lemtank.de/temp/temp.flac

Please let me know if it does not work again.


Posted On: 02 May 2008 03:32 PM
Okay we have tested your sample flac file here with one of our players and it always worked fine.


Posted On: 12 May 2008 03:39 AM
That is very strange, as I have installed the latest version of the firmware and the device does not seem to be defective at all. Furthermore some people in the "iaudiophile"-forum have the same problem with their iAudio 6:
http://iaudiophile.net/forums/showthread.php?t=15100

Are you sure about your test results? Do you have any idea what could be wrong with my iAudio 6? At any rate, the device does not do the job it has been made for (and which it is promised to be able to do). Sorry, but this is not satisfactory.

How shall we proceed?


Posted On: 13 May 2008 11:50 AM
After speaking with the head technician here we've come to this conclusion. Since we have already tested your flac file with a player here and it worked fine, we can still have you send your player in for an RMA. If you send it in and we are still unable to find any issue with the player we will have to ask you for a payment for the shipping fee back to you. If we are able to find an issue with your player we will take care of the shipping back to you. This is also assuming you are under the warranty.




Von: info@cowon-germany.com [mailto:info@cowon-germany.com]
Gesendet: Sonntag, 25. Mai 2008 14:05
An: [Name]@cowon-germany.com
Betreff: Formular: Kontakt (Service)


Ein Besucher hat das Kontakt (Service)-Formular ausgefuellt.
Es folgen die Formularfelder.

MeinPlayer: Ältere Player (in Problembeschr. eintragen)
Firmwareversion: 1.27
Problembeschreibung: Geehrte Menschen von Cowon Deutschland,


mein Cowon iAUDIO 6 (sechs), der laut der offiziellen Produktbeschreibung zum Abspielen von FLAC-Dateien geeignet ist (wozu ich ihn überhaupt gekauft habe), hat eben hiermit ein Problem: Anscheinend spielt er nur Dateien, die mit alten Versionen des FLAC-Encoders erstellt wurden; bei neuerlich kodierten Dateien spielt er nichts oder ein schrilles Pfeifen und stürzt ab. Die Fehlfunktion läßt sich zuverlässig reproduzieren. Ich benutze die neueste Version der Firmware (1.27).

In folgendem Internetforum läßt sich nachlesen, daß auch andere Nutzer diesen Fehler bemerkt haben: http://iaudiophile.net/forums/showthread.php?t=15100

Der Kundendienst von cowonamerica.com, an den ich mich zuerst gewandt habe, konnte den Fehler nach eigenen Angaben nicht feststellen und bietet mir an, mein Gerät einzuschicken und auf Fehler prüfen zu lassen; was ich angesichts des Atlantischen Ozeans lieber nicht überstürzen möchte. Unten finden Sie eine Kopie meiner Korrespondenz mit dem amerikanischen Kundendienst.

Was meinen Sie dazu? Ist Ihnen die Funktionsstörung schon bekannt und wissen Sie vielleicht einen Weg, sie zu beheben? Ich fände es jedenfalls ein Unding, wenn auf den Netzseiten von Cowon der iAUDIO 6 weiterhin einschränkungslos als FLAC-kompatibel bezeichnet würde, ohne daß dies der Fall wäre.


Stets der Ihre

Carlos Franke


From: "[Name]" <[Name]@cowon-germany.com>
To: <[meine Adresse]>
Subject: AW: Formular: Kontakt (Service)
Date: Mon, 26 May 2008 09:30:01 +0200


Hallo,

dieser Fehler ist uns nicht bekannt.

Wo haben Sie den Player erworben?

[Name]


From: Carlos Franke <[meine Adresse]>
To: "[Name]" <[Name]@cowon-germany.com>
Cc: [meine Adresse]
Subject: Re: AW: Formular: Kontakt (Service)
Date: Mon, 26 May 2008 14:59:11 +0200


Hallo.

Ich habe das Gerät gebraucht gekauft. Den ursprünglichen Händler müßte ich vom Verkäufer erfragen, was sich aber sicher machen ließe.

Dürfte ich Sie bitten, zu überprüfen, ob Sie den Fehller reproduzieren können? Eine mit der neuesten Encoder-Version erstellte FLAC-Datei können Sie z. B. auf meiner Netzseite finden: http://lemtank.de/temp/temp.flac

Stets der Ihre
Carlos Franke


From: Carlos Franke <[meine Adresse]>
To: "[Name]" <[Name]@cowon-germany.com>
Cc: [meine Adresse]
Subject: Re: AW: Formular: Kontakt (Service)
Date: Sun, 1 Jun 2008 14:04:55 +0200


Hallo.

Haben Sie schon irgendwelche Fortschritte gemacht? Hat Sie meine Antwort vom 26. Mai erreicht?

Stets der Ihre
Carlos Franke


From: "[Name]" <[Name]@cowon-germany.com>
To: "'Carlos Franke'" <[meine Adresse]>
Subject: AW: AW: Formular: Kontakt (Service)
Date: Mon, 2 Jun 2008 14:55:26 +0200


Wir haben keine weitere Mail von Ihnen erhalten.

Wo haben Sie den Player gekauft?

Können Sie uns eine Datei zukommen lassen?

Mit freundlichen Grüßen,

[Name]


From: Carlos Franke <[meine Adresse]>
To: "[Name]" <[Name]@cowon-germany.com>
Cc: [meine Adresse]
Subject: Re: Formular: Kontakt (Service)
Date: Mon, 2 Jun 2008 18:22:34 +0200


Hallo.

Unten der Text meiner vorletzten Nachricht an Sie, die offenbar verlorengegangen ist. Eine Beispieldatei habe ich, wie dort geschrieben, auf meiner Netzseite hinterlegt: http://lemtank.de/temp/temp.flac

Stets der Ihre
Carlos Franke


From: "[Name]" <[Name]@cowon-germany.com>
To: "'Carlos Franke'" <[meine Adresse]>
Subject: AW: Formular: Kontakt (Service)
Date: Tue, 3 Jun 2008 10:32:06 +0200


Hallo,

Ihre Datei ist nicht abspielbar.

Wir haben es auch auf dem I7 versucht.

Ihre Datei ist nicht abspielbar.

Mit freundlichen Grüßen,

[Name]


From: Carlos Franke <[meine Adresse]>
To: "[Name]" <[Name]@cowon-germany.com>
Cc: [meine Adresse]
Subject: Re: AW: Formular: Kontakt (Service)
Date: Wed, 4 Jun 2008 01:21:15 +0200


Guten Tag.

Auf meinem PC kann ich die Datei mit fünf verschiedenen Programmen problemlos abspielen. (VLC, Mplayer, Audacious, Exaile, flac123; probieren Sie es gerne mit einem Abspielprogramm Ihrer Wahl aus.) Der Fehler muß folglich, meine ich, bei den Cowon-Geräten I6 und I7 – und vielleicht noch anderen – liegen und nicht bei der Datei.

Was schlagen Sie vor? Ich meinerseits stelle mir vor, daß der Mangel sich mit einer aktualisierten Version der Firmware beheben ließe.

Carlos Franke


From: "[Name]" <[Name]@cowon-germany.com>
To: "'Carlos Franke'" <[meine Adresse]>
Subject: AW: AW: Formular: Kontakt (Service)
Date: Wed, 4 Jun 2008 08:23:32 +0200


Auf dem PC können wir Ihre Datei auch abspielen.

Unsere Player IAUDIO 7 und IAUDIO 6 unterstützen dieses Format zurzeit nicht.

Mit freundlichen Grüßen,

[Name]


From: Carlos Franke <[meine Adresse]>
To: "[Name]" <[Name]@cowon-germany.com>
Cc: [meine Adresse]
Subject: Re: Formular: Kontakt (Service)
Date: Wed, 4 Jun 2008 10:42:54 +0200


Hallo.

Daß das Gerät die Dateiart nicht unterstützt, merke ich. Das sollte es aber laut offizieller Produktbeschreibung.

Aus der Produktbeschreibung des iAUDIO6:
„iAUDIO 6 supports for not only MP3, but also WMA, ASF, WAV(Up to 48KHz Stereo), OGG and FLAC formats with brilliant reproduction.“
(http://www.cowonamerica.com/products/iaudio/6/)

Aus der Produktbeschreibung des iAUDIO7:
„Features
• MP3, OGG, WMA,, ASF, FLAC, WAV, Moving Picture Playback, FM Radio listening and recording, voice recording, Line-In recording“

Was gedenken Sie bzw. was gedenkt Cowon zur Behebung des Mangels zu unternehmen?

Carlos Franke


From: "[Name]" <[Name]@cowon-germany.com>
To: "'Carlos Franke'" <[meine Adresse]>
Subject: AW: Formular: Kontakt (Service)
Date: Wed, 4 Jun 2008 11:49:05 +0200


Hallo,

wir werden diese Sache weitergeben.

Da der Player aber diese Formate abspielt wird da wenig Hoffnung sein das Sie da was machen werden.

Das Problem ist das sich mit der Zeit auch die Komprimierung ändert kann es auch mal sein das diverse Dateien auch wenn Sie z.b. OGG oder Flac heißen nicht abgespielt werden.

Sobald sich was ändert, werden wir es auf unserer Homepage mitteilen.

Mit freundlichen Grüßen,

[Name]


From: Carlos Franke <[meine Adresse]>
To: "[Name]" <[Name]@cowon-germany.com>
Cc: [meine Adresse]
Subject: Re: Formular: Kontakt (Service)
Date: Thu, 5 Jun 2008 10:29:59 +0200


Hallo

und vielen Dank, daß Sie das Problem immerhin weiterleiten. Ich bin gespannt auf die Reaktion aus der Zentrale.

Carlos Franke



Inzwischen habe ich das Problem gelöst, indem ich meinen iAudio 6 verloren und mir, da dieses Modell nicht mehr günstig zu bekommen war, statt seiner einen iAudio 7 gekauft habe. Die Nummer 7 sieht fast genau aus wie ihr Vorgänger, aber anstelle der Festplatte hat sie einen Flash-Speicher. Warum wieder einen iAudio nach oben beschriebener schlechten Erfahrung? Ganz einfach deshalb, weil ich von dem FLAC-Problem abgesehen mit dem Gerät stets sehr zufrieden war. Und weil ich eine sehr komfortable Möglichkeit gefunden hatte, meine FLAC-Dateien beim Kopieren vom Rechner auf den Audiospieler automatisch nach MP3 konvertieren zu lassen: mp3fs

Der iAudio 7 spielt meine FLAC-Dateien übrigens widerstandslos. Dennoch werde ich das sachte Ruckeln der winzigen Festplatte des iAudio 6 vermissen.

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24. 02. 2009, 00.45 Uhr

Variation

Kennen Sie die Geschichte von den zwei Gefangenen? Sie hatten sich eine Doppelzelle zu teilen, für lange, denn ein Ende ihrer beider Haftstrafen war nicht abzusehen. Und da sie am Erzählen von Witzen keinen Gefallen fanden, verbrachten sie die Zeit damit, die großen philosophischen Fragen zu erörtern. Meist waren sie verschiedener Meinung und jeder von der seinigen völlig überzeugt, daher wurden ihnen die Gespräche niemals lang. Da jedoch viele Gedankengänge bei zwar ganz verschiedenen Themen doch immer wieder auftauchten, fingen sie an, ihre Argumente zu numerieren und statt eines ganzen Satzes immer die entsprechende Zahl zu sagen, wenn sie eines vorbringen wollten. Sie brachten es damit so weit, daß sie schließlich ganze Tage lang diskutieren konnten, ohne etwas Anderes als Zahlen auszusprechen.

Irgendwann – die Gerichte verurteilten leicht in jener Zeit und die Gefängnisse hatten ihre liebe Not, die Häftlinge unterzubringen – wurde den beiden noch ein dritter Zellengenosse zugewiesen. Der lauschte ihren Diskussionen eine Zeitlang verständnislos, bis er doch endlich auch selbst teilnehmen wollte und aufs Geratewohl eine Zahl sagte (eine möglichst große, da er bemerkt hatte, daß ihnen die großen mehr Kopfzerbrechen bereiteten). Plötzlich herrschte Totenstille. Zum ersten Mal seit Langem wußte keiner der Alteingesessenen etwas zu erwidern. Denn dieses Argument kannten sie noch nicht.

Posted by Grinsekater | Permanenter Link | Kategorien: Dichtung und Blähung, Sophisterei |

21. 02. 2009, 05.12 Uhr

Epiphane Rübe

Und wenn ich sie noch so wenig mag, die großen Warenhäuser: Manchmal lassen mir die Naturgewalten keine Wahl und ich muß den gewohnten Einkaufsweg durch eine Reise ins nahegelegene „Kaufland“ so gut es geht ersetzen. Ganz übel könne es doch gar nicht sein, versuche ich mir dann vorher einzureden, die Nachbarn gingen doch auch dort einkaufen – zwecklos. Kaum gehe ich hinein, kann ich mich nur noch aufregen. Einkaufskörbe gibt es ja keine, also nehme ich einen der viel zu großen -wägen, die es draußen auf dem Parkplatz gibt, wenn man die richtige Münze hat; sonst muß man wieder hinein und wechseln. Die Beschallung im Geschäft wechselt zwischen nervenquetschender Möchtegernmusik und beleidigend seichten Werbeansagen, die überdies so schlecht vorgetragen sind, daß es schmerzt. Das Gemüse ist zu groß. Auf dem Rollweg ins obere Stockwerk will ich Zeit sparen, indem ich nicht wie alle Anderen stehen bleibe; doch scheitert dies an den Rädern meines Einkaufswagens, deren Profil genau den Rillen im Rollband entspricht, sodaß sie einrasten und mich festhalten.

Hierhinter vermute ich übrigens System. Dadurch, daß das zügige Vorankommen im Kaufhaus wo immer möglich behindert wird, auch z. B. durch die sperrige Größe der Einkaufswägen, muß der Kunde ständig den Kauf aller ausgestellter Waren in Betracht ziehen. Was soll er anderes tun, wenn er Zeit hat und die Regale vor Augen? Die Übergröße der Wägen läßt weiterhin die darin befindliche Warenmengen kleiner erscheinen, der Kunde steht daher immer vor der Frage, was er noch hineinpacken könnte, damit sich der Einkauf (der ja beschwerlich ist, siehe oben) auch lohnt.

Aber greifen wir vor: An der Kasse bin ich beim heutigen Einkauf für alle Strapazen entschädigt worden. Dort nämlich, am Rande eines Kassentischchens, erspähte ich einen gläsernen Aschenbecher gewöhnlicher Machart, in welchem eine etwa kokosnußgroße, kugelrunde Wurzelknolle ruhte. Ein Stilleben, kontrastreich und wunderbar unerwartet! Die wenngleich erst verspätet von mir wahrgenommene Deplazierteit eines gläsernen Aschenbechers an der Kasse – wer würde dort rauchen? – intensivierte das epiphane Erlebnis. Trotz Tennis.

Das Nächste, was mir ins Auge fiel, war ein der Knolle anhaftendes Etikett mit einem Strichcode und einem Namen, der auf dem Kopf stand: SELLERIE. Dieser Beschriftung ungeachtet handelte es sich bei dem betreffenden Objekt, wenn ich mich nicht irre, um eine Steckrübe.

Solchermaßen mit der Umwelt versöhnt, bemerkte ich vergnügt, daß die Pieper der Kaufhauskassen gegeneinander um große Terzen verstimmt sind, und verließ den Ort der Erzählung.

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03. 12. 2008, 21.57 Uhr

„Alles, was geschieht, geht dich an.“

Im gerichteten Graphen der Kunstadaptationen sind beinahe alle Gattungen längst doppelt verknüpft: Hörbücher, Romanverfilmungen, Buch zum Film, Schauspiel zum Film, Puffmais zum Film, Musik zu Bildern usw. usf.. Wer neue Wege sucht, tut gut daran, auf seinen gesunden Menschenverstand zu verzichten. Wie wäre es also beispielsweise, ein Weinbouquet in Marmor zu hauen?

Aber greifen wir nicht nach den Sternen, gehen wir ein bescheideneres Ziel an. Versuchen wir, sagen wir, eine Stummfilmfassung von Günter Eichs berühmtem Hörspiel „Träume“.

Klassische Prinzipien der Problemreduktion legen nahe, dieses Projekt in zwei Schritte zu gliedern: das Entfernen des Klangs und das Hinzufügen optischer Elemente. Aber was zuerst? Erstmal weg mit dem Ton? Dem ersten Anschein nach wäre das einfach, tatsächlich jedoch dürfte es sich als schwierig erweisen, einem Hörspiel den Klang zu nehmen, ohne dabei wesentliche Information zu verlieren. Also umgekehrt! – Bild dazu, Klang bleibt, das Ganze möglichst ohne technischen Schnickschnack und vom Fleck weg, wo also landen wir? Natürlich, Theater!

Eine Schauspielversion der Träume gibt es am 5., 6., 7., 11., 12. und 14. Dezember um jeweils 20 Uhr in Heidelberg zu sehen, die ersten drei Male am Physikalischen Institut (Philosophenweg 12), die letzten drei Male im Romanischen Keller (Seminarstraße 3). Wie der Zufall so spielt … und nicht nur der, sondern auch wir. Wer? Wir!

Posted by Grinsekater | Permanenter Link | Kategorien: In Szene, Klangdinge |