„Alles, was geschieht, geht dich an.“
Im
gerichteten Graphen der Kunstadaptationen sind beinahe alle Gattungen längst doppelt verknüpft: Hörbücher, Romanverfilmungen, Buch zum Film,
Schauspiel zum Film, Puffmais zum Film,
Musik zu Bildern usw. usf.. Wer neue Wege sucht, tut gut daran, auf seinen gesunden Menschenverstand zu verzichten. Wie wäre es also beispielsweise, ein Weinbouquet in Marmor zu hauen?
Aber greifen wir nicht nach den Sternen, gehen wir ein bescheideneres Ziel an. Versuchen wir, sagen wir, eine
Stummfilmfassung von
Günter Eichs berühmtem
Hörspiel „Träume“.
Klassische Prinzipien der Problemreduktion legen nahe, dieses Projekt in zwei Schritte zu gliedern: das Entfernen des Klangs und das Hinzufügen optischer Elemente. Aber was zuerst? Erstmal weg mit dem Ton? Dem ersten Anschein nach wäre das einfach, tatsächlich jedoch dürfte es sich als schwierig erweisen, einem Hörspiel den Klang zu nehmen, ohne dabei wesentliche Information zu verlieren. Also umgekehrt! – Bild dazu, Klang bleibt, das Ganze möglichst ohne technischen Schnickschnack und vom Fleck weg, wo also landen wir? Natürlich, Theater!
Eine Schauspielversion der
Träume gibt es am 5., 6., 7., 11., 12. und 14. Dezember um jeweils 20 Uhr in Heidelberg zu sehen, die ersten drei Male am Physikalischen Institut (Philosophenweg 12), die letzten drei Male im Romanischen Keller (Seminarstraße 3). Wie der Zufall so spielt … und nicht nur der, sondern auch wir. Wer?
Wir!